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Chronik von Gießhübl - Teil 3

1901                Volkszählung: 150 Häuser, 702 Personen

 

1902                Am 29. Juni wurde eine feierliche Weihe 
                       des Turmkreuzes abgehalten.

 

1904                wurden vier neue Glocken auf den Turm der neuen Pfarrkirche aufgezogen.

 

1905                Am 26. Juni wurde die letzte Messe in der alten Pfarrkirche gelesen.

                        Am 28. Juni fand die Benediktion der neuen Kirche durch Dechant Dedic aus

                        Heiligenkreuz statt. Seit dieser Zeit wurden alle Messen in der neuen Kirche

                        gelesen. Im September wurde mit dem Abtragen der alten Pfarrkirche begon-

                        nen. Die Arbeiten wurden von den Maurermeistern Beer und Mayerhofer

                        durchgeführt.

 

1907                Am 21. November wurde die Fahrpost eingeführt.

 

1908                Am 25. Juli wurde die neue, von Baumeister Rückershäuser aus der
                       Hinterbrühl erbaute Pfarrkirche von Weihbischof Dr. Marschall konsekriert.

 

                        Am 6. Juni ging ein schwerer Hagel über Gießhübl nieder, der große Schäden
                        an Obst- und Weinkulturen verursachte.

 

1909                Ein Seitenaltar mit dem Marienbild wurde errichtet.

 

1911                Unter Kapellmeister Franz Hinker wurde die Blaskapelle Gießhübl gegründet.

 

1913                Die Pfarre Gießhübl wurde dem Dekanat Mödling zugeteilt.

 

                        Am 2. Juni wurde die Gasbeleuchtung eingeführt.

 

1914 - 1918    Gießhübl hatte im 1. Weltkrieg 35 Gefallene zu verzeichnen

 

1917                Die Kirchenglocken mußten für Kriegszwecke abgeliefert werden.

 

1920                Am 14. Juni wurde unter Bürgermeister Franz Weiß die Ausgabe eines
                       Notgeldes beschlossen.

 

1921                Das heutige Kriegerdenkmal wurde errichtet.

 

1923                Am 13. September fand die Weihe der neuen Glocken statt. Die Weihe nahm

                        Bischof  Dr. Seydl vor. Als Patin fungierte Frau Puchy.

 

1924                wurde elektrisches Licht in der Kirche installiert

 

1925                Das elektrische Licht, sowie der Autobusverkehr nach Brunn/Geb.,

                        Perchtoldsdorf und Wien wurden eingeführt.

 

1927                Ein neuer Friedhofsteil wurde eingeweiht sowie der Bau einer neuen Leichen-                       halle vorgenommen

 

1928                Am 11. Februar war der kälteste Tag. Es wurden minus 30 Grad gemessen.

                       

1931                Zwischen Gemeinde und Pfarre wurde ein Grundtausch vorgenommen, bei dem

                        ein Teil des Pfarrgartens zur Schule (heute Gemeindeamt) kam. Dafür übergab

                        die Gemeinde die Parzelle337 (heut Wohnhausanlage Hauptr. 76).

 

1932                Am 16. Juli entstand durch einen schweren Hagelschlag großer Schaden.

 

                        Eine Pelztierfarm wurde gegründet (Besitzer Fr. Dana Düren).

 

1937                Herr Wilhelm Walter wurde neuer Pfarrer in Gießhübl, nachdem  Pfarrer
                       Mathias Bendik nach 37-jähriger verdienstvoller Tätigkeit in Pension ging.

 

1938                Der Bezirk Mödling kam zur Gemeinde Groß-Wien und wurde der 24. Bezirk.

 

1939 - 1945    Gießhübl hatte im 2. Weltkrieg 45 Gefallene zu verzeichnen.

 

1944                Am 24. Mai erfolgte ein Fliegerangriff auf Gießhübl. Es fielen 71 Bomben und
                       dabei gab es 22 Tote und  9 Verwundete. 6 Häuser wurden total, 27 Häuser
                       schwer und 24 Häuser leicht beschädigt. 26 Personen wurden obdachlos.
                       Am stärksten mitgenommen wurden die Häuser in Hochleiten und Hagenauertal.

 

1945                Am 5. April wurde der Ort durch sowjetische Truppen besetzt.

 

1948                Für die FF Gießhübl wurde durch Abhaltung eines Balls und durch Spenden

                        der Ankauf eines LKW (Type - Afrika-Steyr 1.500) aus Wehrmachtsbeständen

                        ermöglicht.

 

1950                Es wurde mit dem Bau des Jungarbeiterdorfes Hochleiten begonnen.

 

1951                Es erfolgte die Grundsteinlegung der Kirche im Jungarbeiterdorf.

 

1952                Am 27. September wurde das Jungarbeiterdorf Hochleiten durch
                       Bundeskanzler Ing. Leopold Figl eröffnet und durch Kardinal Theador
                       Innitzer eingeweiht.

 

1954                Am 1. September wurde der Bezirk Mödling wieder vom Wiener Gemeindege-

                        biet getrennt. Gießhübl wurde wieder eine selbständige Gemeinde.

 

                        Die neue Kirche im Jungarbeiterdorf Hochleiten wurde von Kardinal Innitzer

                        eingeweiht

 

1955                Am 1. November wurde eine Gedenktafel für die im 2. Weltkrieg Gefallenen

                        am Kriegerdenkmal enthüllt.

 

                        Das eigene Postamt Jungarbeiterdorf (PLZ 2373) wurde durch Generaldirektor

                        Schaginger eröffnet.

 

1957                In der Gemeinderatssitzung am 19. Februar wurde der Bau einer Wasserleitung

                        beschlossen. Die Wasserversorgung übernahm der Wasserleitungsverband

                        Triestingtal- und Südbahngemeinden. Weiters wurde das erste Baulos von

                        Hinterbrühl bis zum Hochbehälter hinter der Feuerwehr, Ortsleitung Haupt-

                        straße abwärts, Schulgasse, Perchtoldsdorferstraße und Zuleitung zum Jung-

                        arbeiterdorf, sowie die Erlassung einer Gemeinde-Wasserleitungsordnung

                        beschlossen.

 

1958                Ein neuer Rüstwagen und eine neue Motorspritze wurden für die FF Gießhübl

                        angeschafft.

 

                        Am 26. Oktober wurden vier neue Glocken angeschafft, die von Pater
                        Josef Pfeifer geweiht wurden.

 

1960                Der Friedhof wurde erweitert.

 

Diese Chronik wurde zusammengestellt von Anton Wasinger aus mehreren Quellen (Memoiren von Pfarrer Karl Sladecek, Pfarrchronik und Dr. Karl Kocourek) bzw., nach Vorarbeiten von Oberlehrer Josef Mayerhofer, Dr. Wilhelm, der mir viele Daten aus dem Hausarchiv des Fürsten von und zu Liechtenstein zukommen ließ, und Dr. Andreas Kusternig, der 1992 für die Gemeinde Gießhübl bzw. für die nahe Umgebung für die Zeit vor 1600 bisher nicht bekannte geschichtliche Daten erforschte.

Gießhübl, am 2. Jänner 2000